Ich habe ja nun längere Zeit nix mehr geschrieben, was unter anderem daran liegt, dass ich in letzter Zeit viel zu tun hatte. (Der geneigte Leser weiß, wovon ich spreche.)
Nun war jedoch viel los in den letzten Tagen: SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier brachte Leben in den doch eher dahin tröpfelnden Wahlkampf und riss vor allem die CDU/CSU aus ihrer Lethargie. Ich spreche natürlich vom Deutschland-Plan von FWS.
Es ist interessant zu sehen und zu hören, wie die, die im Europa-Wahlkampf noch gejammert haben, es würde ein polemischer, inhaltsloser Wahlkampf geführt, auf einmal genau diese Methoden verwenden, ohne jedoch auch nur einen Satz gelesen oder gehört zu haben. Das Ganze begann nämlich am Samstag, bevor Steinmeier überhaupt erst am Montag seinen Plan vorstellte.
Mittlerweile ist ja so ziemlich allen klar geworden, dass Steinmeier und die SPD nicht 4 Millionen Arbeitsplätze versprechen, sondern dies als Ziel begreifen und beschreiben, wie und in welchen Bereichen dieses Ziel erreicht werden kann.
Das dieses Ziel auch von der CDU/CSU erreicht werden möchte, zeigt ein Blick in ihr Wahlprogramm auf Seite 9. Dort steht nämlich: “Seit Ludwig Erhard gilt der Grundsatz ‘Wohlstand für alle’. Für uns bedeutet das heute vor allem: Arbeit für alle, Leistungsgerechtigkeit und Generationengerechtigkeit.” Natürlich verschweigen die Damen und Herren von der CDU/CSU, wann sie das erreichen wollen, schließlich macht das die Sache glaubwürdiger.
Interessant ist, dass nach der Vorstellung des Deutschland-Planes durch FWS am Montag, die Presse ein positives Echo zeigt und zwar nicht nur die SPD-freundliche Presse.
Ich verweise dazu besonders auf die Zeit und auf die Financial Times Deutschland.
Vielleicht sind Visionen genau das, was unser Land braucht. Wer sich hohe Ziele steckt, der kann viel erreichen, allerdings auch tief fallen. Die Alternative ist für mich weniger Neo-Liberalismus vs. Sozialismus als vielmehr ‘Weiter so&Wer nix macht, der macht nix falsch’ vs. Ideen, Mut, Fortschritt.